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Erfreuliche News aus Covasna, Rumänien

Die Zusammenarbeit der lokalen Steuergruppe für Stadtentwicklung in Siebenbürgen und changels trägt weitere Früchte

Tatkräftiger Einsatz der Hochschule für Tourismus aus Luzern in Covasna

 

Anfangs März 08 arbeiteten wieder 55 Studierende und 6 Dozenten der Hochschule für Tourismus Luzern in Covasna/Rumänien. Neu arbeiteten sie dabei mit 10 Tourismus-Studierenden aus dem lokalen St. Georg (Hauptort des Kreises Covasna) zusammen. In dieser bereits 2. Projektwoche entstanden erfreulich konkrete Resultate:

  • Konzept für einen neuen regionalen Sportanlass - den Bären-Cup - für junge Erwachsene im Kreis Covasna. Dieses Projekt hat Zoltan Mikola an sich genommen!
  • Zwei Webseiten entstanden für die neue Pension Casa din Parc und das Hotel Hefaistos.
  • Zwei Gruppen Studierender führten Gästebefragungen in den beiden Hotels Hefaistos und Dacia durch und präsentierten daraus leicht umsetzbare Verbesserungsvorschläge.
  • Marketingpläne entstanden für das neue 4-Stern Hotel Clermont beim Spital und für das in Gründung stehende International Spa Hotel im Stadtzentrum (das im ehemals "neuen" Kulturhaus gebaut wird).
  • Zwei neue Wanderwege mit unterschiedlichen Längen (ca. 70 und 110 Minuten) wurden in der Stadtumgebung markiert. Dazu entstanden je Broschüren für Eimheimische und Gäste.
  • Ein neuer Nordic-Walking-Trail wurde markiert und die junge, einfache und kostengünstige Fitnesssportart wurde in Covasna vorgestellt.
  • Im Garten der Rehaklinik bauten eine Gruppe Studierender zusammen mit 4 Arbeitern der Stadt in vier Tagen einen Vitaparcours mit 7 Stationen und stellten diesen der neuen Leiterin, den ÄrztInnen und den PhysiotherapeutInnen der Rehaklinik vor. Die Vitaparcours-Tafeln wurden von der Zürich-Versicherung gesponsort und von den Studierenden übersetzt.
  • Das Grobkonzept für ein eigenes Tourismus-Info-Büro wurde entwickelt.

Erste Bilder vom Einsatz der Tourismus-Studierenden gibt's auf: www.hslu.ch

 vitaparcours-group.jpg

Vitaparcours im Garten der Rehaklinik 


Matti Straub-Fischer war während 5 Tagen vor Ort und entwickelte mit der Steuergruppe nächste Schritte. Freudig sind dabei folgende Entwicklungen:

  • Engagierte, starke Steuergruppe
    Die Projektwoche wurde von der HFT Luzern hauptsächlich mit Kati, Ceci, Marta und Imola von der lokalen Steuergruppe in Covasna selbständig und sehr gut organisiert. Meine Unterstützung war nur noch punktuell bei Medienversand und Einladungen nötig.
  • Regelmässigere Treffen, neue Leute und saubere Stadt
    Die Steuergruppe will sich wieder vermehrt regelmässig treffen, um neue Projekte zu realisieren. Bsp. die Säuberung der Stadt von herumliegendem Abfall ­ auf den Strassen und im Stadtbach. Auch will die Steuergruppe neue Personen einladen und bei Interesse fest in die Gruppe aufnehmen. 2-3 junge Leute aus der Stadt sind bereits an der Mitarbeit interessiert.
  • Kati übernimmt die Fackel für die Eingabe zur Gründung eines Tourismus-Info-Büros im Stadtrat. Unterstützt wird sie dabei von Ceci, Imola und Marta, die mit der Steuergruppe diesbezüglich bereits verschiedene Erfahrungen sammeln konnte (Bsp. gewinnen der Ratsmehrheit mit der Spitex-Eingabe). Bis im Mai ­, noch vor den lokalen Wahlen, ­ soll der Stadtrat hier grünes Licht und Unterstützung geben.
  • Mit Ceci als neuer Leiterin des Kulturhauses in Covasna kommt Bewegung in die Kleinstadt. Diverse Projekte aus dem Tourismus können nun wirksam unterstützt werden, da das Kulturhaus Dreh- und Angelpunkt der Stadt ist. Ceci renoviert nicht nur das Kulturhaus, sondern ist nun am Aufbau eines Kulturcafés und will den Fokus auf Arbeit mit Film setzen: Thematische Filme zeigen, mit Jugendlichen selber Filme machen und diese wieder vorführen. Auch eine eigene Webseite ist geplant. Diese Projekte haben Power und Ceci blüht in ihrer neuen Verantwortung auf.
  • Als weiteres Projekt wird die Steuergruppe prüfen, wie sie eine eigene Informationsform (lokales TV oder Newsletter) entwickeln kann, um dem Info-Mangel in der Stadt entgegenzuwirken. Das lokale TV gab es noch bis 2005. Ceci klärt ab, was da möglich wäre.
  • Das Partnerschaftsprojekt mit der reformierten Kirchgemeinde Diessbach bei Büren, aus dem Berner Seeland läuft positiv weiter. Im April werden 11 BernerInnen mit Pfarrer Ueli Burkhalter während vier Tagen Miky und Tündes Gemeinde besuchen.
  • Tünde und Imola sagen, dass das Spitex-Projekt gut laufe und die Zusammenarbeit mit der regionalen Stiftung Diakonia positiv sei. Allerdings wurde das Budget für das Spitex-Programm im Stadtrat gekürzt, sodass Imola kurzerhand Hygiene- und Körperpflege-Material von ihren Freundinnen in Deutschland organisiert hat.
  • Frischer Wind in der Herz-Rehaklinik
    Die neue rumänische Spitaldirektorin ist jung und engagiert sich (laut Marta Tatar) sehr für die Rehaklinik, sowohl ärztliche Betreuung und Pflege, Ernährung wie auch in der Renovation der Gebäude arbeitet sie energisch und wirksam. Das Damoklesschwert über dem Spital ist damit noch nicht entschärft, die Moral der Spitalmitarbeitenden scheint mir jedoch weitaus besser als noch vor 2-3 Jahren.
  • Zoltan Zielmann, unser Apotheker und designierte Kräuterbauer, war letztes Jahr gesundheitlich angeschlagen und durch seine Apotheke stark absorbiert. Knapp 20 Hektare Anbauland lagen daher brach. Die Lavendel-Pläne scheinen sich nicht so leicht umzusetzen wie gewünscht. Nun sucht er gutes Dinkel-Saatgut, um im Herbst mit der ersten Saat zu starten. Ich habe ihm dazu die Landwirtschaftliche Stiftung von Kato Bela in Iljeni empfohlen. Da er Bela selbst gut kennt, wird er den Draht aufnehmen.
  • Fürs Schwimmbad-Projekt im Gymnasium ist laut Imola noch nichts passiert, da der jetzige Direktor krank geschrieben ist, und seine Stellvertreter keine Entscheide fällen wollen. Hier werden wir wohl warten müssen, bis voraussichtlich im späteren Frühling ein neuer Direktor gewählt wird.

Was wir changels nun tun:

  • Matti hat Kati und Ceci aufgrund ihrer Projekte zu einem Besuch in Bern eingeladen. Dies bis im Sommer 08, um sie bei der Planung und Umsetzung ihrer Projekt mit Coaching und konkreten Projektbesuchen unterstützen zu können.
  • changels unterstützen die Steuergruppe wo nötig bei der Projektrealisierung und der Kommunikation mit Informationen und Coaching.
  • Wir vernetzen die Steuergruppe mit andern Leuten aus unserem Netzwerk lokal und international, damit sie ihre Anliegen mit andern interessierten Personen weiterentwickeln können.
  • Wir unterstützen die Hochschule für Tourismus in Luzern für die nächste Projektwoche mit Infos und werden wiederum die Studierenden briefen, wie unsere Zusammenarbeit in Covasna eigentlich vor 8 Jahren begonnen hat.

Changels unterstützt die Steuergruppe in Covasna seit 2000 mit Coaching, Beratung und Moderation kostenlos. Die Begleitung dieses Stadtentwicklungsprojekt verstehen wir als unseren Robin-Hood-Ansatz.

Mehr Infos zur Vorgeschichte auf www.start-artofbeginning.ch und auf www.changels.ch

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